← Zur WissensdatenbankWISSENSDATENBANK · GPSR & PRODUKTSICHERHEIT

GPSR Warnhinweise und Sicherheitsinformationen: Was muss online sichtbar sein?

Warnhinweise sind kein universeller Textbaustein für jedes Produkt. Artikel 19 verbindet das Online-Angebot mit Warn- und Sicherheitsinformationen, die nach GPSR oder anwendbarer EU-Harmonisierungsregelung zum Produkt gehören.

Praktische Grundregel

Muss eine Warnung oder Sicherheitsinformation nach den anwendbaren Regeln am Produkt, auf der Verpackung oder in Begleitunterlagen stehen, sollte sie auch Teil des Online-Angebots sein – in einer Sprache, die Verbraucher im Zielstaat leicht verstehen.

Nicht jedes Produkt benötigt dieselbe Warnung

Risiken unterscheiden sich je Produkt. Spielzeug, Elektroartikel, Beauty-Geräte oder Haushaltsprodukte können unterschiedlichen Spezialregeln unterliegen. Verwende keine generische Warnung nur um ein Feld zu füllen.

Sichtbarkeit vor dem Kauf

Online-Sicherheitsinformationen sollen vor dem Kauf zugänglich sein und nicht erst nach Öffnen des Pakets. Prüfe Tabs, Akkordeons und mobile Darstellung.

  • Auf Mobilgeräten lesbar.
  • Vor Checkout verfügbar.
  • Keine winzige Warnschrift nur im Bild.

Sprache der Sicherheitsinformation

Artikel 19 verweist auf eine Sprache, die Verbraucher leicht verstehen können, wie vom jeweiligen Mitgliedstaat bestimmt. Mehrsprachige Shops sollten Lieferanteninformationen daher nicht automatisch nur in der Ausgangssprache zeigen.

Automatisiert prüfen ohne Übertreibung

Ein Scanner kann nach Warn- und Sicherheitssignalen suchen, aber nicht immer entscheiden, welche konkrete Warnung für ein Produkt rechtlich vorgeschrieben ist. Merqivio meldet deshalb „nicht gefunden“ oder „möglicher Aufmerksamkeitspunkt“ statt automatisch „illegal“.

FAQ

Braucht jedes Produkt einen Warnhinweis?

Nein. Das hängt vom Produkt und den anwendbaren Regeln ab. Das Online-Angebot sollte die für das Produkt erforderlichen Warn- und Sicherheitsinformationen zeigen.

Darf Sicherheitsinformation nur in einer PDF stehen?

Die Information soll klar und sichtbar im Online-Angebot sein. Nur auf eine schwer auffindbare PDF zu verweisen kann daher unpraktisch sein.

Kann Merqivio jede sektorspezifische Warnpflicht bestimmen?

Merqivio prüft sichtbare Signale und kann mögliche Lücken markieren, ersetzt aber keine produktspezifische Rechts- oder Technikprüfung.

Offizieller GPSR-Text auf EUR-Lex
Quelle: Verordnung (EU) 2023/988, konsolidierte Fassung. Diese Seite bietet allgemeine Informationen und keine Rechtsberatung.

Prüfe, wie GPSR-Informationen auf deinen Produktseiten sichtbar sind

Der kostenlose Quick Scan nutzt eine Stichprobe von bis zu 10 Produkten. Der vollständige bezahlte Bericht startet einen separaten Katalogscan aller öffentlich auffindbaren Produktseiten innerhalb des Scanlimits.

EU LAW UPDATE · 06-09-2026

Scanner für die neuesten EU-Regeln aktualisiert

Letzte Rechtsprüfung: 6. September 2026. Merqivio hat relevante Prüfkriterien erneut mit EUR-Lex und offiziellen Quellen der Europäischen Kommission abgeglichen.

PPWR: jetzt anwendbar

Die Verordnung (EU) 2025/40 gilt seit 12. August 2026. Der PPWR-Scan behandelt sie als geltendes Recht, prüft sichtbare Verpackungs- und Umweltclaim-Signale und führt physische Labels, PFAS, Materialzusammensetzung, EPR und künftige harmonisierte Labels als Nachweis-/manuelle Prüfungen, soweit ein URL-Scan dies nicht belegen kann.

EUR-Lex · Regulation (EU) 2025/40

Was das bedeutet

Merqivio trennt öffentlich belegbare Websitefehler, künftige Pflichten und Anforderungen mit Produkt-, Lieferanten- oder internen Nachweisen. So werden sowohl übersehene Risiken als auch falsche Beanstandungen vermieden. Ein Scan ist eine automatisierte Risikoanalyse und keine Rechtsberatung.

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